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	<title>Comments on: Urheberrechtsdebatte &#8211; Kreativität keine Frage des Urheberrechts</title>
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		<title>By: Laurent</title>
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		<dc:creator>Laurent</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jun 2012 19:03:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Argumentation von Georges Hausemer hat vielleicht einige Lücken, aber er spricht das grundsätzliche Problem an: Es sind die &quot;Wiederverwerter und Rechtenutzer&quot;, die die Urheberrechtsdebatte anheizen, nicht die Autoren. Die &quot;Kulturschaffenden&quot; (d.h. die Kultur schaffen: Autoren, Maler, Musiker usw.) mit der &quot;Contentmafia&quot; (Verlage, Galerien, Labels usw.) gleichzusetzen ist völlig falsch.

Ein Beispiel aus meiner Erfahrung: Ich werde gefragt einen Beitrag für einen wissenschaftlichen Sammelband zu schreiben. Was ich gerne mache, denn ich möchte, dass meine geistige Arbeit anderen zur Verfügung steht. Ich bekomme kein Geld dafür, was möglich ist, weil der Staat mich bezahlt. Dazu kommt aber, dass das staatlich geförderte Institut Geld an den Verlag zahlt, damit dieser das Buch überhaupt druckt (sog. Druckkostenzuschuss). Wohlgemerkt nur druckt, das Lektorat machen zu 99% die staatlich bezahlten Wissenschaftler. Dann kommt das Buch endlich heraus, ich bekomme ein (!) Gratisexemplar, mir wurde aber via Knebelvertrag verboten, ein PDF meines (!) Artikels online zu stellen – mein Urheberrecht musste ich ebenfalls abtreten. Der potentielle Leser findet meinen Beitrag spannend (na gut: mehr oder wenig interessant) – trotz der kaum geleisteten Werbung des Verlags – und möchte es erwerben. Die 34€ für 200 S., von denen ihn 20 S. interessieren, will der Leser aber nicht zahlen: er kuckt bei GoogleBooks nach oder geht in die nächste Bibliothek und kopiert sich die Seiten. Der Verlag verkauft kaum Exemplare und nutzt das als Argument noch höhere Zuschüsse und Preise zu verlangen und seine Bücher aus GoogleBooks raus zu nehmen – hier kommt das Internet als &quot;Bedrohung&quot;.

Wie Malte Welding es klar ausdrückt: Kultur ist lukrativ. Aber nicht für die, die sie schaffen, sondern nur für die, die durch ihre Marktmacht am längeren Hebel sitzen: in diesem Fall die Verlage. Es ist deren Profitgier und ihre überholten Geschäftsmodelle, die das Problem darstellen, nicht der Wunsch der Autoren bezahlt zu werden und nicht die Leser, die einen angemessenen Preis zahlen wollen und keine Mondpreise.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Argumentation von Georges Hausemer hat vielleicht einige Lücken, aber er spricht das grundsätzliche Problem an: Es sind die &#8220;Wiederverwerter und Rechtenutzer&#8221;, die die Urheberrechtsdebatte anheizen, nicht die Autoren. Die &#8220;Kulturschaffenden&#8221; (d.h. die Kultur schaffen: Autoren, Maler, Musiker usw.) mit der &#8220;Contentmafia&#8221; (Verlage, Galerien, Labels usw.) gleichzusetzen ist völlig falsch.</p>
<p>Ein Beispiel aus meiner Erfahrung: Ich werde gefragt einen Beitrag für einen wissenschaftlichen Sammelband zu schreiben. Was ich gerne mache, denn ich möchte, dass meine geistige Arbeit anderen zur Verfügung steht. Ich bekomme kein Geld dafür, was möglich ist, weil der Staat mich bezahlt. Dazu kommt aber, dass das staatlich geförderte Institut Geld an den Verlag zahlt, damit dieser das Buch überhaupt druckt (sog. Druckkostenzuschuss). Wohlgemerkt nur druckt, das Lektorat machen zu 99% die staatlich bezahlten Wissenschaftler. Dann kommt das Buch endlich heraus, ich bekomme ein (!) Gratisexemplar, mir wurde aber via Knebelvertrag verboten, ein PDF meines (!) Artikels online zu stellen – mein Urheberrecht musste ich ebenfalls abtreten. Der potentielle Leser findet meinen Beitrag spannend (na gut: mehr oder wenig interessant) – trotz der kaum geleisteten Werbung des Verlags – und möchte es erwerben. Die 34€ für 200 S., von denen ihn 20 S. interessieren, will der Leser aber nicht zahlen: er kuckt bei GoogleBooks nach oder geht in die nächste Bibliothek und kopiert sich die Seiten. Der Verlag verkauft kaum Exemplare und nutzt das als Argument noch höhere Zuschüsse und Preise zu verlangen und seine Bücher aus GoogleBooks raus zu nehmen – hier kommt das Internet als &#8220;Bedrohung&#8221;.</p>
<p>Wie Malte Welding es klar ausdrückt: Kultur ist lukrativ. Aber nicht für die, die sie schaffen, sondern nur für die, die durch ihre Marktmacht am längeren Hebel sitzen: in diesem Fall die Verlage. Es ist deren Profitgier und ihre überholten Geschäftsmodelle, die das Problem darstellen, nicht der Wunsch der Autoren bezahlt zu werden und nicht die Leser, die einen angemessenen Preis zahlen wollen und keine Mondpreise.</p>
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